Kunst und Kultur in Dresden

Als europäische Kulturmetropole sind in Dresden Kunst und Kultur ein wesentlicher Bestandteil im Selbstverständnis der Stadt. Seien es die weltberühmten Sammlungen im Zwinger oder im Albertinum, die klassischen Bühnen in der Semperoper oder im Festspielhaus oder die zahlreichen anderen Veranstaltungsangebote, eine Kultur-Reise in die sächsische Landeshauptstadt mit seinen 50 Museen und rund 35 Theatern und Bühnen, ist eine sinnliche und bildende Bereicherung. Eng verknüpft sind Dresdens Museen natürlich immer mit den Gebäuden, die sie beheimaten. Wir haben für Sie die schönsten Sehenswürdigkeiten zusammengestellt.

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Museen in Dresden

Das 1952 gegründete Verkehrsmuseum Dresden erhielt im wiederaufgebauten Johanneum, einem Anbau des Residenzschlosses, in 1956 eine neue Heimat. Auf 5.000 qm erleben die Besucher eine Retrospektive der einzelnen Verkehrsmittel: Eisenbahn, Automobil, Luftfahrt und Schifffahrt. 137.000 Objekte zeigen eindrucksvoll die Geschichte der Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Die Erlebnisqualität steigern einige Experimentierstationen, wo Erwachsene und auch Kinder zum aktiven Mitmachen eingeladen werden. Eine besondere Attraktion für Jung und Alt ist die über 325 qm große Modelleisenbahnanlage in der Nenngröße 0, wo viele Eisenbahn-Legenden wie z.B. auch der „Schienenzeppelin“ ihre Runden drehen.  

 

Die museal aufbereitete Geschichte der Waffen hat in Dresden eine bedeutende Heimat. Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden, kurz auch MHM Dresden, gehört zu den größten seiner Art in Europa. Vom Mittelalter bis in die Neuzeit werden die Instrumente der militärtechnischen Kriegsführung anhand unzähliger Exponate veranschaulicht. Beheimatet ist das Museum im historischen Arsenal-Gebäude in der Neustadt, welches in 2011 nach einer aufwändigen Restaurierung durch den Stararchitekten Daniel Libeskind wiedereröffnet wurde. Allein das Bauwerk mit dem überdimensional integrierten Keil in der Mitte ist eine beeindruckende Sehenswürdigkeit.   

 

Wenn Sie waffentechnisch noch etwas weiter in die Vergangenheit reisen möchten, sei Ihnen die Rüstkammer Dresden empfohlen, welche seit 1831 auch „Historisches Museum Dresden“ heißt. Die Rüstkammer zählt zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen von Prunkwaffen und Rüstungen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Zudem sehen Sie hier anhand von Original-Gewändern, wie sich der Kurfürst und sein Hofstaat in der Zeit der Renaissance und des Frühbarocks gekleidet haben. Sie finden das sehenswerte Museum im Semperbau des Dresdner Zwingers.

 

Das Alltagsleben in der Deutschen Demokratischen Republik nacherleben können Sie im Museum „Welt der DDR“ in Dresden. Zahlreiche Relikte aus Haushalt, Urlaub, Schule, Elektronik, Camping und vielem mehr vermitteln einen authentischen Einblick in die Realität eines Staates, der ein Teil der jüngeren deutschen Geschichte geworden ist. Auf 1.500 qm können sich die Besucher in die Lebenswirklichkeit des sozialistischen Staates der 70er und 80er Jahre hautnah zurückversetzen lassen.  

 

Wer mehr über die über 800 Jahre alte Geschichte der Stadt Dresden erfahren möchte, für den ist der Besuch des Stadtmuseums Dresden ein Muss. Nur wenige Meter von der Frauenkirche entfernt, im historischen Landhaus, wurde alles zusammengetragen, was die wechselvolle Geschichte der Stadt dokumentiert und veranschaulicht. Die ständige Ausstellung präsentiert in vier Sälen über 1.000 Exponate, wozu auch viele multimediale Präsentationen gehören.

 

Wie viele Städte in Deutschland veranstaltet auch die sächsische Metropole im Sommer die Museumsnacht Dresden. Jeweils am ersten Samstag im Juli öffnen alle 50 Dresdner Museen bis Mitternacht ihre Pforten für die Besucher. Mit einer einzigen Eintrittskarte können Sie die unzähligen Schätze Dresdens in einer nächtlichen Tour erkunden. Das Angebot ist überwältigend!

 

Ein Museum der besonderen Art ist das Dresdner Hygienemuseum. Es wurde 1912 von dem Dresdner Unternehmer und Odol-Fabrikanten Karl August Lingner als „Volksbildungsstätte für Gesundheitspflege“ gegründet. In kaum einer anderen Einrichtung wird der menschliche Körper so umfassend und anschaulich erklärt wie hier. Es nennt sich auch das Museum vom Menschen. Das Konzept ist gelungen: Seit Jahren gehört es zu den meistbesuchten Museen Dresdens.  

 

Alles dreht sich hier um historische Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien: Im Kupferstich-Kabinett Dresden. Es geht bis auf die Sammlungen des Sächsischen Kurfürsten August des Starken zurück. Obwohl durch die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 erheblich dezimiert, umfasst die nach dem Krieg stetig erweiterte Sammlung heute mit über 500.000 Exemplaren eine sehr umfassende Retrospektive der Grafik in den verschiedensten Ausdrucksformen. Zu den Juwelen gehören Werke von Albrecht Dürer, Lucas Cranach d.Ä., Hans Holbein d.J., Jan van Eyck, Rubens oder Rembrandt bis hin zu Michelangelo.  

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Japanisches Palais

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Zwinger Dresden

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DDR Museum

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Ausstellungen in Dresden

Mit ungefähr 750 ausgestellten Meisterwerken aus dem 15. bis 18. Jahrhundert gehört die Gemäldegalerie Alte Meister Dresden zu den bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt. „Ein Gipfeltreffen europäischer Malerei“ titelt die Homepage auf der Startseite. Hier begegnen Ihnen alle großen Namen der bildenden Kunst des 17. bis 18. Jahrhunderts. Die Ikonen der klassischen Malerei haben das prachtvollste Zuhause, das man sich in Dresden vorstellen kann: in der Sempergalerie des Zwingers, dem barocken Gesamtkunstwerk. Verständlich, dass dieses Museum mit einer halben Million Besuchern jährlich zu den meistbesuchten der Stadt gehört. 

 

Der Kunstbesitz der Stadt Dresden fand 2005 in der ersten Etage des Dresdner Landhauses einen würdigen Ort, um die Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert und der Gegenwartskunst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unter dem Namen Städtische Galerie Dresden wird hier nach dem Selbstverständnis des Museums das gezeigt, "was in mehr als 250 Jahren Dresden als Sonderleistungen zum Kunstschaffen der Welt beigetragen hat". Mit 1.900 Gemälden, 800 plastischen Arbeiten und 20.000 Arbeiten auf Papier ist diese Sammlung ein wesentlicher Bestandteil der Kunstwelt Dresdens.

 

Bedeutsame Werke einer etwas anderen Art des kreativen Ausdrucks, nämlich des Erfindergeistes, finden Sie in der Technischen Sammlung Dresden. Dazu gehört zum Beispiel eine Sammlung über die Anfänge der Rechenmaschinen und der Computer oder auch ein historischer Einblick in die ersten technischen Lösungen, Musik zu speichern und wiederzugeben. Hier kommen Technik-Interessierte ins Schwärmen.

 

Einst war das Japanische Palais Dresden das Porzellanschloss für August des Starken und stimulierte mit seinen Exponaten auch die 1710 von ihm gegründete Porzellanmanufaktur Meißen. Heute beherbergt das historische Bauwerk in der inneren Neustadt von Dresden das Museum für Völkerkunde und die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen. Das Palais ist ein Meisterwerk des Dresdner Barock und hat durch die geschwungenen Dachformen eine architektonisch gewollte asiatische Anmutung.  

 

Falls der Besuch einer Kunstausstellung auf Ihrer Wunschliste steht, sollten Sie einen Blick in den Veranstaltungskalender der Stadt Dresden werfen. Hier finden Sie alle Kunstausstellungen der Stadt übersichtlich dargestellt. 

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