Sehenswürdigkeiten in Essen

Was würden Sie von 8.100 Quadratmetern Wohnfläche halten, mit Blick auf den größten Stausee des Ruhrgebiets? Der Industrielle Alfred Krupp machte diesen Traum Anfang der 1870er Jahre wahr und baute seine „Villa Hügel“ samt Hügelpark über dem Baldeneysee. Heute wird das prachtvolle Anwesen mit seinen 269 Räumen jährlich von tausenden Interessierten besichtigt.

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Sehenswürdigkeiten in Essen

Auf einer Anhöhe über dem Ruhrtal liegt die Villa Hügel, Wohnsitz der Familie Krupp von 1873 bis 1945. Zum Anwesen gehört auch ein 28 Hektar großer Park mit zahlreichen Skulpturen, der im Zuge des Baus der Villa angelegt wurde. Das große Haupthaus beherbergt Empfangshallen, Speisezimmer und eine Bibliothek, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Im kleinen Nebenhaus findet heute die Historische Ausstellung Krupp statt. Beide Gebäude können von Dienstag bis Sonntag besichtigt werden. Verbinden Sie den Besuch doch mit einem Ausflug zum Baldeneysee.

 

Der Grugapark Essen wurde ursprünglich für die Große Ruhrländische Gartenbauausstellung in 1929 angelegt und später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf über 600.000 Quadratmetern finden sich nicht nur faszinierende Pflanzen, berühmte Skulpturen, ein Tierpark sowie diverse Sportmöglichkeiten: Auch für Veranstaltungen und Festivals wird der Park immer wieder genutzt. Wer von Februar bis Anfang März hier ist, sollte unbedingt das jährliche Parkleuchten zu später Stunde besuchen.

 

Am Porscheplatz in der Innenstadt befindet sich das Rathaus Essen. Das 106 Meter hohe Bürogebäude aus Glas wurde 1979 fertiggestellt und bildet heute den Sitz der Essener Stadtverwaltung. Es ist bereits der vierte Rathaus-Bau in Essen, nachdem die Vorgängergebäude aufgrund wachsender Einwohnerzahlen zu klein oder im Krieg zerstört wurden. Vom Besucherbereich der obersten Etage aus kann man einen tollen Blick über die Stadt genießen.

 

Ein weiteres sehenswertes Gebäude stellt das Haus der Technik Essen dar, direkt neben dem Hauptbahnhof gelegen. Der unter Denkmalschutz stehende Bau wurde 1927 gegründet und ist das älteste technische Weiterbildungsinstitut Deutschlands. Ehemals Sitz der Essener Börse, wurde es im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und Anfang der 1950er Jahre wiederaufgebaut. Heute finden im Haus der Technik jedes Jahr etwa 1500 Veranstaltungen statt.

 

Im gleichnamigen Stadtteil liegt das Schloss Borbeck, ehemalige Residenz der Essener Fürstäbtissinnen. Das Wasserschloss im barocken Stil setzt sich aus Haupthaus und Wirtschaftsgebäude zusammen und liegt inmitten einer großzügigen Parkanlage. Umgebaut im 18. Jahrhundert, wird das Gebäude heute für Ausstellungen, Trauungen und Konzerte genutzt. Auch ein Restaurant sowie Kurse der Volkshochschule Essen sind dort zu finden.

 

Zwischen Essen und Ratingen, angrenzend an den Stadtteil Kettwig, ist das Schloss Landsberg zu finden. Ursprünglich eine mittelalterliche Höhenburg, wurde sie 1903 vom Industriellen August Thyssen gekauft, der die Anlage zu seinem privaten Wohnsitz umbaute. Heute finden dort Tagungen der ThyssenKrupp AG statt. Für Besucher ist das Schloss leider nicht zugänglich, allerdings lädt der umliegende englische Landschaftsgarten zum Verweilen ein.

 

Von außen bietet die evangelische Kreuzeskirche Essen mit ihren roten Ziegeln und dem hohen Turm einen prachtvollen Anblick. Erbaut Ende des 19. Jahrhunderts, steht sie heute unter Denkmalschutz. In ihrem Inneren befindet sich die größte Kirchenorgel Nordrhein-Westfalens.

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Villa Hügel

Villa Hügel

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Schloss Borbeck

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Grugapark

Grugapark

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Museen in Essen

Das Folkwang Museum ist beiweitem nicht das einzige sehenswerte Museum in Essen, aber zweifelsohne das rennomierteste. Ursprünglich in Hagen eröffnet, zeigt es seit 1922 Werke berühmter Vertreter der modernen Kunst. Der Eintritt in die ständige Sammlung ist bis Sommer 2020 kostenlos und zog 2018 mehr als 100.000 Besucher an. Dazu gibt es ein umfangreiches Angebot an (kostenpflichtigen) Sonderausstellungen. Im Jahr 2010 wurde der Neubau des Museums unter der Federführung des britischen Architekten David Chipperfield fertiggestellt.

 

Wer einen tiefen Einblick in die kultur- und naturhistorische Geschichte des Ruhrgebietes gewinnen möchte, sollte dem Ruhr Museum einen Besuch abstatten. Beheimatet in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein, zeigt die Dauerausstellung heute auf vier Ebenen Sammlungen der Ur- und Frühgeschichte sowie Maschinen und Anlagen der jüngsten Vergangenheit. Der Eingang des Museums ist über eine imposante, 24 Meter hohe Rolltreppe zu erreichen.

 

Ebenfalls auf dem Gelände der Zeche Zollverein befindet sich die Phänomania Essen, auch bekannt als Phänomania Erfahrungsfeld. Hier haben Besucher die Möglichkeit, sich an verschiedenen Experimentierstationen auszuprobieren – vom Riechbaum über die Optische Scheibe bis hin zum Feuertornado. Im weitläufigen Außengelände wartet ein weiteres Highlight: Der Förderturm, dessen 160 Stufen die Besucher erklimmen dürfen.

 

Aller guten Dinge sind drei: Mit dem Red Dot Design Museum beherbergt die Zeche Zollverein eine weitere sehenswerte Ausstellung. Etwa 2.000 Alltagsgegenstände aus verschiedensten Kulturen sind hier zu finden; damit zählt sie als weltweit größte Ausstellung zeitgenössischen Designs. Ein Muss für jeden Besucher: Die von der Decke hängende Aluminium-Karosserie des Audi A8 sowie die sieben Meter hohe Skulptur „Communication“, bestehend aus 6.000 Papierblättern. Hier erfahren Sie mehr zur Zeche Zollverein.

 

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