Sleep Academy Sommer 2024
Unsere Speaker
Die vier Expert:innen der ersten Sleep Academy kommen aus ganz verschiedenen Bereichen und nehmen das Thema Schlaf interdisziplinär unter die Lupe. Jeder hat sich in prägnanten, unterhaltsamen Beiträgen jeweils seinem Spezialgebiet gewidmet. In einer anschließenden Diskussionsrunde wurden die Erkenntnisse vertieft und verknüpf
‣ Dr. Carolin Marx-Dick weiß, wie Schlafen die Kreativität fördert
‣ Thomas Aufmkolk macht den Körper fit für die Nacht
‣ Anja Mönnich atmet fürs Einschlafen den Stress weg
‣ Markus Kamps geht Schlafräubern an den Kragen
Schwerpunktthemen
Die „Happy Hours“ nutzen
Schlaf ist lebensnotwendig. Im Wachzustand nehmen Menschen etwa fünf Informationen bewusst wahr – und durchschnittlich 50.000 Reize unbewusst auf. Nachts aber, während des Schlafs und in der REM-Schlafphase, wird der Zugriff auf viele bewusste und auch unbewusste Informationen gewissermaßen freigeschaltet, die tagsüber auf uns eingeprasselt sind. Unbewusste Anteile, also Gedanken, Aufgaben oder Emotionen, werden dann miteinander abgeglichen und ermöglichen so besonders kreative Prozesse. Unbrauchbares wird gewissermaßen entsorgt, wie in einer Waschmaschine. Doch nicht nur das Gehirn ist während des Schlafs hochaktiv, auch der Körper vollbringt Hochleistung. Nervenzellen verknüpfen sich, Proteine werden aufgebaut, Hormone ausgeschüttet – im Schlaf laufen wichtige Wundheilungsprozesse ab, das Immunsystem stabilisiert sich, Zellen regenerieren und Kinder wachsen.
Um gut in den Schlaf zu finden, ist es hilfreich, den natürlichen Cortisolverlauf und den individuellen Biorhythmus zu beachten – so gut das im Alltag eben geht. Denn es gibt tatsächlich "Eulen", also Menschen, die eher abends aktiv und in der Früh müde sind, und "Lerchen", die gleich morgens nach dem Aufstehen topfit sind. Die Voraussetzungen sind also nicht für alle gleich. Eulen müssen jetzt allerdings stark sein: Eine grundlegende Empfehlung von Carolin Marx-Dick lautet, für erholsamen Schlaf auf jeden Fall eher morgens aktiv zu sein. Auch nach der Mittagspause ist eine weitere Aktivitätsphase hilfreich, um dann ab zirka 17 Uhr die „Happy Hours“ einzuleiten. Happy Hours von 17 Uhr bis 20 Uhr – das klingt super? Damit sind allerdings weniger das Feierabendbier oder ein Cocktail zum Sonderpreis gemeint, sondern eher die Stunden, die man sich abends für sich selbst nehmen sollte. In dieser Zeit sollte der Fokus ganz klar auf dem eigenen Wohlbefinden liegen und man sollte sie mit angenehmen und eher beruhigenden Tätigkeiten füllen. Das steigert die Wahrscheinlichkeit für eine erholsame Nachtruhe. Alkohol trinken gehört übrigens nicht dazu, denn Alkoholgenuss ist eher kontraproduktiv, wenn man gut durchschlafen möchte.
Entspannende Aussichten
Physiotherapie und Schlafen – das klingt weit hergeholt? Auf keinen Fall. Unser Körper sollte idealerweise völlig entspannt sein, wenn wir abends ins Bett gehen. Also auch die Muskulatur. Doch in unserem Alltag bewegen wir uns oft zu wenig oder zu einseitig und das kann zu versteiften Körperhaltungen und ebenso – im wahrsten Sinne des Wortes – festgefahrenen Gedankenmustern führen. Da kann, laut Thomas Aufmkolk, eine Schädel-Relax-Massage hilfreich sein, die diese Verspannungen wieder auflösen kann. Dazu muss man aber nicht jeden Abend vor dem Schlafengehen einen Physiotherapeuten konsultieren, man wird einfach selbst zu einem. Denn es lassen sich in wenigen Minuten und mit einfachen Streich- und Kreisbewegungen spürbare Effekte erzielen. Wie das genau geht? Erfahren Sie bei unseren Schlaf-Tipps direkt von Thomas Aufmkolk.
Die Schädel-Relax-Massage ist eine einfache und schnell erlernbare Methode, die ohne teure Hilfsmittel überall und jederzeit angewendet werden kann. Sie ist besonders nützlich für diejenigen, die den ganzen Tag vor dem Computer sitzen oder unter chronischen Verspannungen leiden. Denn die wohltuende Entspannung der Nacken- und Kopfregion führt nicht nur zu einer besseren Durchblutung, sondern fördert auch die Freisetzung von Endorphinen, die das allgemeine Wohlbefinden steigern. Grundsätzlich empfiehlt Thomas Aufmkolk eine (all-)abendliche Entspannungsroutine für die Muskeln, um den Körper auf den Schlaf vorzubereiten. Dazu ist Akupressur hilfreich. Durch gezielten Druck auf bestimmte Akupressurpunkte lassen sich damit Anspannungen lösen und der Körper kann schneller relaxen. Eine solche Routine kann einfach in den Alltag integriert werden und benötigt keine speziellen Hilfsmittel, nur etwas Übung und Geduld.
Top-Tipp: Paradoxe Intervention
Wer abends einfach nicht zur Ruhe kommt und gefühlt stundenlang wach liegt, dem empfiehlt Anja Mönnich ein Einschlaf-Mantra, die tiefe Bauchatmung oder die Paradoxe Intervention. Mit dieser therapeutischen Technik stellt man einen Widerspruch zu dem auf, was man eigentlich erreichen möchte. Im Einschlaf-Fall sagt man sich dann „Heute bleibe ich wach!“ statt "Ich muss jetzt schlafen, ich habe am nächsten Tag einen wichtigen Termin." So sollen Druck und Angst genommen werden, die die Wachheit und somit die Schlaflosigkeit verschlimmern können. Der Geist entspannt und der natürliche Schlafmechanismus kann dann greifen. Die Forschung hat gezeigt, dass diese Methode bei vielen Patienten mit chronischer Schlaflosigkeit effektiv sein kann.
Auch das Atmen sowie bestimmte Atemtechniken und Übungen können bei Einschlafstörungen eine große Hilfe sein. Schon wenn man einfach bewusst atmet, kommt man zur Ruhe, baut den Stress des Tages ab und bereitet den Körper auf den Schlaf vor. Nutzt man dann auch noch die tiefe Bauchatmung, fördert das zusätzlich die Entspannung des gesamten Körpers. Denn dabei wird das parasympathische Nervensystem aktiviert und der Herzschlag verlangsamt. Das klingt meditativ? In der Tat. Auch Meditieren ist ein altbewährtes Mittel, das schon seit Jahrhunderten genutzt wird, um von Gedanken loszulassen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die dabei hervorgerufene innere Ruhe ist eine Grundvoraussetzung für erholsamen Schlaf und eine optimale REM-Schlafphase, in der viele Erlebnisse verarbeitet werden können. Das klingt gut? Wer Anja Mönnichs Übungen zur tiefen Bauchatmung ausprobieren möchte oder wissen will, was genau hinter der Paradoxen Intervention und dem Einschlaf-Mantra steckt, findet hier mehr.
Schlafen ernst nehmen
Guter Schlaf ist nicht nur entscheidend für unser Wohlbefinden, sondern auch für unsere physische und mentale Gesundheit. Beeindruckend: 70 % der Gesundheit hängt vom guten Schlaf ab. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig ausreichend Schlaf bekommen, ein geringeres Risiko für schwere Gesundheitsprobleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Schlaganfälle haben. Wer ausreichend schläft, hat zudem bessere Laune und eine höhere Stressresistenz, was den Alltag wesentlich angenehmer und produktiver gestaltet. Es ist also Zeit, das Schlafen wirklich ernst zu nehmen.
Doch wie schafft man es durchzuschlafen und nicht zum Beispiel jede Nacht um die gleiche Zeit aufzuwachen und sich zu fragen: Warum bin ich jetzt wach? Hieran könnte ein klassischer Schlafkiller Schuld sein: Zugluft. Es empfiehlt sich zwar, in einer kühlen Umgebung zu schlafen, aber zu kalt darf es auch nicht sein. Denn wer bei geöffnetem Fenster schläft, schwitzt mehr. Paradox? Auf keinen Fall. Die Kälterezeptoren, die wir Menschen an Nase, Kinn oder Hals haben, reagieren auf Kältereize. Wenn dort ein kalter Luftzug ankommt, fängt der Körper an zu "heizen" und uns ist unter der Decke entweder zu warm oder ohne Decke zu kalt. Unangenehme Muskelverspannungen, die einen auch tagsüber begleiten, gehen damit auch Hand in Hand. Es lohnt sich also, zu überprüfen, ob das Schlafen bei offenem Fenster einer der Gründe für häufiges Aufwachen in der Nacht ist. Weitere Schlafkiller sowie Tipps von Markus Kamps für das optimale Kissen und wie man im Hotel am besten schläft haben wir hier zusammengestellt.
Das optimale Bett für optimalen Schlaf
All unsere Expert:innen sind sich einig: Schlaf ist eine biologische Grundfunktion, die für unsere Gesundheit essentiell ist. Doch gesunder Schlaf ist für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. Gerade in aufwühlenden Zeiten wird die nächtliche Regeneration zu einer echten Herausforderung – zuhause und noch mehr in einem fremden (Hotel)Bett. Gut, wenn dann eine Grundvoraussetzung schon mal stimmt: die Matratze.
Filiz Keskin, Head of Procurement bei Premier Inn, weiß, dass es gar nicht so leicht ist, die richtige Matratze auszuwählen. Denn Hotelgäste sind so vielfältig wie ihre Schlafgewohnheiten. Sie können groß oder klein sein, haben vielfältige Körperformen und sind ganz unterschiedlich schwer. Die optimale Matratze für ein Hotel – und ein perfekter Allrounder, der zu so vielen körperlichen Voraussetzungen und Schlafpositionen wie möglich passt – ist die Taschenfederkernmatratze, die auch in den superbequemen Premier Inn-Betten zu finden ist. Diese Matratzenart hat einen robusten Aufbau und sorgt für eine exzellente Unterstützung des gesamten Körpers. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass die Bewegungen einer Person nicht auf die andere übertragen werden, was ideal für geteilte Betten ist. Dank der guten Durchlüftungseigenschaften bleibt die Matratze zudem angenehm kühl und sorgt für ein frisches Schlafklima.
Bei Premier Inn spielt außerdem die Nachhaltigkeit eine große Rolle. So wurde bei den Matratzen neben der Qualität auch auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen geachtet, um zum Beispiel Abfall zu vermeiden. In unseren Betten finden sich deshalb äußerst langlebige Taschenfederkernmatratzen mit hochwertigen Toppern von Silent Night, die unseren Gästen jederzeit höchsten Liegekomfort bieten.
Hier finden Sie direkt die Highlights der Sleep Academy Frühjahr 2025.