Schlafstudie 2025: Wie Deutschland schläft – und warum unsere Nächte mehr über uns erzählen, als wir denken

Wie gut haben wir im Jahr 2025 wirklich geschlafen? Die aktuelle Schlafstudie zeigt ein vielschichtiges Bild – das zwischen Achtsamkeit, digitalem Abschalten und nächtlicher Grübelspirale pendelt. Deutschland entwickelt zwar zunehmend liebevolle Abendrituale, doch die Schlafprobleme früherer Jahre sind noch lange nicht vertrieben. Kurz gesagt: Wir geben uns große Mühe – aber die Nacht spielt weiterhin ihr ganz eigenes Programm, das maßgeblich vom vorangegangenen Tag geprägt wird.

 

Rund 60 Prozent der Deutschen haben inzwischen feste Abendgewohnheiten. Viele lesen vor dem Schlafengehen, andere schalten bewusst das Handy aus, trinken Schlaftee oder gönnen sich eine ruhige Minute zum Abschalten. Frauen pflegen dabei deutlich häufiger kleine Rituale vor dem Zubettgehen, während Männer es oft pragmatisch halten. Dass ausgerechnet die 40- bis 49‑Jährigen das Handy am seltensten ausschalten, darf man angesichts beruflicher und familiärer Mehrfachbelastung wohl als „digitalen Notdienst“ durchgehen lassen.

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Trotz aller guten Vorsätze bleiben Schlafprobleme ein treuer, wenn auch ungeliebter Begleiter. Mehr als die Hälfte der Befragten wacht regelmäßig in der Nacht auf. Viele kämpfen mit unruhigem Schlaf oder Gedanken, die sich beim Einschlafen wie eine defekte Schallplatte im Kopf drehen. Auch hier sticht die Gruppe der 40- bis 49‑Jährigen heraus – vielleicht zeigt sich ihr eine Folge der mangelnden „Handy-Hygiene“?

 

Mehr als die Hälfte der Befragten wacht nachts regelmäßig auf – ein Wert, der mit dem Alter deutlich steigt. Und wer morgens müde aufsteht, ist in Deutschland definitiv nicht allein. So viel ist sicher. Besonders interessant: Menschen mit Kindern schlafen oft strukturierter – und teilweise sogar besser – als jene ohne. Offenbar sorgt ein fester Familienrhythmus dafür, dass zumindest die Erwachsenen nicht völlig aus der Bahn geraten. Wer hätte gedacht, dass Elternsein manchmal sogar stabilisierend wirkt? (Zumindest nachts. Tagsüber wäre das eine andere Studie.) 

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Was uns dagegen besonders gut einschlafen lässt, bleibt erstaunlich klassisch. Ein frisch bezogenes Bett wird an erster Stelle genannt. Körperliche Bewegung hilft vielen dabei, abends ruhig zu werden. Und auch der Wunsch nach Nähe schlägt sich im Datenbild nieder: Vor allem jüngere Menschen schlafen besonders gut ein, wenn sie mit ihrem Partner kuscheln. Für jene, die allein schlafen oder es bevorzugen: Keine Sorge, auch eine warme Dusche funktioniert hervorragend als Einschlaf-Booster.

 

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren zeigt sich dabei ein klarer Trend: Die Menschen in Deutschland werden bewusster. Das Tracking des eigenen Schlafs nimmt zu, die Bedeutung einer angenehmen Schlafumgebung wächst und über alle Generationen hinweg steigt das Bedürfnis nach Ordnung, Ruhe und echten Wohlfühlmomenten. Gleichzeitig bleibt die Schlafqualität volatil – zwischen beruflichen Verpflichtungen, dem digitalen Dauerfeuer und gesellschaftlichem Druck scheint Ruhe für viele eine Ressource geworden zu sein, die man aktiv schützen muss.

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Die Schlafstudie 2025 ordnet sich damit in eine Entwicklung ein, die schon 2022 und 2023 deutlich wurde: Frauen melden häufiger Schlafprobleme, achten aber auch genauer auf gute Schlafhygiene. Jüngere Menschen schlafen unregelmäßiger, nutzen aber häufiger digitale Hilfsmittel. Ältere haben bewusstere Abendroutinen, kämpfen dafür häufiger mit nächtlichem Aufwachen. Kurz: Die Nacht gehört uns allen – nur schlafen wir darin ganz unterschiedlich.

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Eines macht die diesjährige Erhebung deutlicher denn je: Schlaf ist längst ein Wohlfühl- und Gesundheitsthema geworden. Er spiegelt unseren Alltag, unsere Belastungen und unser Bedürfnis nach echten Pausen. Die Schlafstudie 2025 zeigt nicht nur Daten, sondern erzählt auch Geschichten – von Routinen, von Herausforderungen, von Bedürfnissen und davon, wie Deutschland Nacht für Nacht versucht, die Balance zu finden. 

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Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis: Schlaf ist kein Nebenschauplatz – er ist Spiegel unseres Alltags, unserer Belastungen und unserer kleinen, kostbaren Rituale.

 

Für alle, die jetzt neugierig geworden sind: Die vollständigen Ergebnisse bieten noch viele überraschende Details. Von Gewohnheiten über Einschlafhelfer bis hin zu regionalen Besonderheiten – es lohnt sich, einen Blick auf die Zahlen zu werfen.

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Der empirische Background-Check

Gemeinsam mit Markt- und Meinungsforschungsinstituten untersuchen wir seit mehreren Jahren die Schlafgewohnheiten der Deutschen. Wir möchten so die Vielfalt der Schlafkulturen erfassen und herausfinden, wie Menschen in Deutschland ihre Nächte gestalten. 

 

Warum wir das tun? Unser Engagement im Bereich Schlaf ist tief verwurzelt in unserer DNA. So suchen wir kontinuierlich nach neuen Erkenntnissen, um diese mit all jenen zu teilen, die an einem besseren und erholsameren Schlaf interessiert sind oder sogar unter Schlafproblemen leiden. Außerdem hoffen wir, das Bewusstsein für die Bedeutung einer guten Schlafhygiene zu schärfen und dazu beitragen zu können, dass möglichst viele Menschen unsere Schlaftipps nutzen und so ihre Schlafqualität verbessern können – in unseren Hotels, und im eigenen Zuhause. 

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Befragungssteckbrief

 

Befragungszeitraum:

 

08.10. bis 10.10.2025

 

Befragte Grundgesamtheit (Stichprobengröße):

 

Bundesdeutsche Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren (2.500 / 5.000)

 

Civey hat für Premier Inn vom 08.10. bis 10.10.2025 online 2.500 bzw. 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 3,8 (bei Stichprobengröße 2.500) bzw. 2,7 (bei Stichprobengröße 5.000) Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.

 

Über Civey

 

In einer Welt voller Wandel schafft Civey Orientierung und liefert Antworten auf die Fragen unserer Zeit. Dafür geht das Berliner Tech-Unternehmen seit 2015 neue Wege in der Markt- und Meinungsforschung: Mit intelligenten Datenlösungen und Leidenschaft für Veränderungen erklären, beraten und unterstützen wir unsere Kund:innen – und sind immer da, wenn es Fragen gibt.