Von Frühaufstehern und Nachtschwärmern

Wie tickt unser innerer Taktgeber?

Wie tickt unser innerer Taktgeber?

Ob Frühaufsteher oder Nachtaktive – unser Tagesablauf wird maßgeblich von unserem individuellen Biorhythmus bestimmt. Die Chronobiologie, die Wissenschaft von den biologischen Rhythmen, liefert spannende Erkenntnisse darüber, wie unser Körper auf Zeitgeber wie Licht, Schlaf und Aktivität reagiert. Nina Schweppe beschäftigt sich als Schlafcoach besonders intensiv mit dem eigenen Biorhythmus: „Mit Begriffen wie Eulen und Lerchen beschreiben wir typische Chronotypen, die sich in ihrem Schlaf-Wach-Verhalten unterscheiden. Auch der sogenannte BRAC-Zyklus – ein ultradianer Rhythmus, der unsere Leistungsfähigkeit im Tagesverlauf beeinflusst – spielt eine zentrale Rolle.“ Was genau bedeutet BRAC? „BRAC beschreibt ein simples, rhythmisches Muster aus Ruhe- bzw. Schlafphasen (Rest) und Aktivitätsphasen (Aktivität) über einen typischen Tageszyklus. Es geht darum, mit einem regelmäßigen Wechsel von Ruhe und Aktivität den Energiehaushalt, die Konzentration und die Regeneration zu optimieren.“

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„Biohacking Athlete“ Johannes Sartor bestätigt: „Wenn ich weiß, welcher Chronotyp ich bin und wann ich entsprechend starke und schwache Phasen habe, hilft mir das bei der Tagesgestaltung. Ich sollte unbedingt meine Gewohnheiten nach meinen Ups und Downs ausrichten. In unserer schnelllebigen Zeit fordern wir uns häufig viel ab und vergessen, auch die „Downs“ zu berücksichtigen. Nur, wenn wir auch Pausen einbauen, können wir nachhaltig Leistung bringen.“

 

Im weiteren Verlauf werfen wir einen genaueren Blick auf diese biologischen Mechanismen und geben praktische Expertentipps, wie Sie Ihren Alltag besser an Ihren natürlichen Rhythmus anpassen können – für mehr Energie, Konzentration und Wohlbefinden.

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Den eigenen Biorhythmus finden

Den eigenen Biorhythmus finden

Sind sie eher eine Eule, Lerche oder vielleicht doch eine Taube? Diese Einteillung der Chronobiologie kann dabei helfen, seinen Biorhythmus besser zu verstehen und Routinen darauf abzustimmen. Indem wir unseren natürlichen Rhythmus respektieren und anpassen, können wir unsere Produktivität steigern und unser Wohlbefinden verbessern. Ein strukturierter Morgen, der auf den eigenen Biorhythmus abgestimmt ist, kann den gesamten Tag positiv beeinflussen.

 

Der Biorhythmus beeinflusst, wann wir am aktivsten sind und wann wir leistungsmäßig unsere Tiefpunkte haben. Menschen lassen sich oft in zwei Gruppen einteilen: Eulen und Lerchen. Eulen sind abends und nachts besonders produktiv, während Lerchen früh am Morgen ihre Höchstleistung erreichen. Die Chronobiologie untersucht diese inneren Uhren und wie sie unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuern. Ein Verständnis des eigenen Biorhythmus kann helfen, den Alltag besser zu strukturieren und die eigene Leistungsfähigkeit zu optimieren. Indem wir unseren natürlichen Rhythmus respektieren, können wir unsere Produktivität steigern und unser Wohlbefinden verbessern.

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Warum Bewegung am Tag für besseren Schlaf sorgt

Warum Bewegung am Tag für besseren Schlaf sorgt

Ein aktiver Lebensstil wirkt sich nicht nur positiv auf unsere körperliche Gesundheit aus – auch unser Schlaf profitiert davon. Regelmäßige Bewegung am Tag hilft dem Körper, Stress abzubauen, den Hormonhaushalt zu regulieren und den natürlichen Biorhythmus zu stabilisieren. Besonders wichtig ist dabei das Zusammenspiel von körperlicher Aktivität und der inneren Uhr: Bewegung wirkt wie ein „Zeitgeber“ für unseren Organismus und unterstützt die Synchronisation mit dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus.

 

Was passiert im Körper?

Durch Bewegung wird die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol reduziert, während gleichzeitig die Produktion von schlaffördernden Hormonen wie Melatonin am Abend begünstigt wird. Zudem steigt die Körpertemperatur während der Aktivität an und sinkt danach wieder ab – ein Prozess, der den Einschlafmechanismus unterstützt.

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Praktische Tipps von Schlafcoach und „Biohacking Athlete“ Johannes Sartor für besseren Schlaf durch Bewegung:

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Bewegung muss nicht extrem sein: Schon ein Spaziergang an der frischen Luft, leichtes Yoga oder Radfahren können positive Effekte auf den Schlaf haben. Empfehlenswert ist, dabei ein Mal am Tag ins Schwitzen zu kommen.

 

Nutze Tageslicht: Bewegung im Freien verstärkt den positiven Effekt, da natürliches Licht die innere Uhr zusätzlich stabilisiert.

 

Digital Detox nach dem Sport: Nach der Bewegung bewusst zur Ruhe kommen – ohne Bildschirm und Handy – hilft dem Körper, in den Entspannungsmodus zu wechseln.

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Was hilft Lerchen und Eulen besonders?

Frühaufsteher (Lerchen):

Lerchen profitieren besonders von Bewegung am frühen Morgen. Ein aktiver Start in den Tag unterstützt ihre natürliche Wachheit und fördert die abendliche Müdigkeit. Morgensport im Tageslicht verstärkt den positiven Effekt auf den Schlaf-Wach-Rhythmus.

 

Nachtschwärmer (Eulen):

Eulen sollten körperliche Aktivität eher in den späteren Vormittag oder frühen Abend legen – aber nicht zu spät. Bewegung am Nachmittag kann helfen, die innere Uhr sanft in Richtung eines früheren Schlafzeitpunkts zu verschieben. Auch hier gilt: Tageslicht nutzen, um die Melatoninproduktion abends zu fördern.

 

Wer Bewegung gezielt in den Alltag integriert – abgestimmt auf den eigenen Chronotyp – schafft eine wichtige Grundlage für einen gesunden Schlafrhythmus und startet erholter in den nächsten Tag.

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Gut schlafen – besser ankommen

Wer seinen natürlichen Biorhythmus kennt und tagsüber für ausreichend Bewegung sorgt, schafft die besten Voraussetzungen für eine erholsame Nacht. Ob Lerche oder Eule – ein Hotelaufenthalt kann diesen Rhythmus unterstützen: Ein Early Check-in ermöglicht Frühaufstehern, direkt in den Tag zu starten und sich nach der Anreise zu bewegen oder zu entspannen. Für Nachtschwärmer bietet ein Late Check-out die nötige Flexibilität, um den Morgen ruhig anzugehen und den Schlafzyklus nicht zu stören. So wird aus einem Hotelbesuch nicht nur eine Reise, sondern auch ein Beitrag zum persönlichen Wohlbefinden.

 

Klicken Sie hier für weitere Informationen zum Check-in und Check-out.

 

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