Vierte Premier Inn-Schlafstudie veröffentlicht / Hotelbetreiber lässt seit 2022 jährlich Gewohnheiten und Einstellungen rund um das Thema Schlaf untersuchen
Die Deutschen haben zunehmend Probleme einzuschlafen. Während 2022 jede vierte Frau (24%) und nur 13% der Männer angaben, dass Grübeln sie davon abhält, abends zur Ruhe zu kommen, klagen inzwischen beide Geschlechter gleichermaßen darüber (Männer 27,3% und Frauen 25,6%). Dies zeigen die Ergebnisse der jüngsten Premier Inn-Schlafstudie, für die das Meinungsforschungsinstitut Civey vom 08.10. bis 10.10.2025 online bis zu 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren befragt hat. Premier Inn hat bereits zum vierten Mal in Folge in Deutschland Daten zum Schlafverhalten erheben lassen. Informationen zur Methodik finden sich hier.
Peinlich: Einschlafen im Gespräch, an der Bushaltestelle oder sogar beim Sex
Während Menschen in Deutschland abends offenkundig Probleme mit dem Einschlafen haben, wenn sie einschlafen WOLLEN, fällt eine Vielzahl der Befragten gegen ihren Willen in den Schlaf – und zwar in Situationen, die mal mehr, mal weniger peinlich sind. So gaben rund 66% der Befragten (Frauen und Männer mit dem gleichen Wert) an, schon einmal vor dem Fernseher, beim Lesen oder während des Hörbuchs vom Schlaf übermannt worden zu sein. Das Phänomen zieht sich quer durch Deutschland. Wobei in Westdeutschland lebende Menschen öfter vor dem TV einschlafen (22,7%) als Menschen im Osten (13,7%). Allerdings: In Mecklenburg-Vorpommern dient der Fernseher rund 30% der Befragten (Höchstwert im Ländervergleich) und in Brandenburg knapp 28% als Einschlafhilfe. . Zum Vergleich: Baden-Württemberg ist in dieser Hinsicht mit circa 20% deutsches Schlusslicht.
Rund 23% der Befragten geben zu, dass ihnen bei Aufführungen (etwa der Kinder) oder bei Vorträgen schon einmal die Augen zugefallen sind – Männern passiert das häufiger als Frauen (25,1 % zu 19,6 %). Ob die Darbietungen in Bayern besonders langweilig oder die Menschen im Freistaat erschöpfter sind als anderswo, bleibt fraglich. Jedenfalls ist hier jeder Vierte schon einmal eingenickt (mit 24,7% Höchstwert im Ländervergleich). Im Geschlechtervergleich übernehmen die Männer die Rangliste auch in Sachen ungewolltes Nickerchen bei der Arbeit oder im Meeting (13,1% zu 6,9%), an der Haltestelle oder im Bus und Zug (20,6% zu 14,8%). Eingeschlafen, während die Partnerin (oder der Partner) etwas erzählt? Das ist schon 7,2 % der befragten Männer passiert, aber nur 3,4% derFrauen. Pikant: Sogar beim Sex oder bereits beim Vorspiel sind Männer unfreiwillig in den Schlaf gesunken (4,2%). Bei Frauen liegt der Wert mit 2,5% deutlich niedriger. Differenziert man nach Bundesländern, wirkt Erotik offenbar besonders in Niedersachsen einschläfernd (5,8%) – obwohl hier bei gut 7,7% der Befragten erotisches Spielzeug zur Schlafumgebung gehört (Höchstwert in Nordrhein-Westfalen mit 8,4%, Schlusslicht ist Bayern mit 3,3%). In Sachsen gibt es in Sachen „Einschlafen beim Sex“ hingegen die wenigsten peinlichen Momente (2%).
Im Süden Deutschlands schlafen die Menschen nachts weniger lang
Wenn die Menschen in Deutschland dann schließlich schlummern, wie lange schlafen sie im Durchschnitt pro Nacht? Während bei der Umfrage im Jahr 2023 der Blick auf die Deutschlandkarte ziemlich einheitlich ausfiel, zeigt sich 2025 ein Nord-Süd-Gefälle. So gab vor drei Jahren die Mehrheit der Befragten in den einzelnen Bundesländern noch an, nachts sieben bis acht Stunden zu schlafen – was laut Experten nah am Optimum liegt. Nur Mecklenburg-Vorpommern und Bremen scherten aus (fünf bis sechs Stunden). In der aktuellen Umfrage zeichnet sich folgendes Bild ab: In Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern gibt etwa jeder Vierte an, nur sechs bis sieben Stunden zu schlafen (27,6 bis 29,3%). In Bremen (29,8 %), Thüringen (27,1 %) und Sachsen-Anhalt (30 %) erhält die Angabe „fünf bis sechs Stunden“ die meisten Stimmen.
Die Premier Inn-Schlafstudie
Seit 2022 lässt die Hotelkette Premier Inn jährlich das Schlafverhalten der Deutschen für seine Premier Inn-Schlafstudie untersuchen. Civey hat für Premier Inn vom 08.10. bis 10.10.2025 online 2.500 bzw. 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 3,8 (bei Stichprobengröße 2.500) bzw. 2,7 (bei Stichprobengröße 5.000) Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden sich hier.