Pressemitteilung April 2024

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Schlaf

26.04.24 | Thüringer teilen sich am häufigsten das Bett und die Bremer am liebsten die Decke

Schlafstudie des Hospitality-Unternehmens Premier Inn im Bundesländervergleich / Bayern schlafen am besten – daheim und im Hotel / Ein Drittel der Hamburger sind ausgesprochene Nachteulen / Menschen aus Sachsen-Anhalt und Sachsen bestehen auf eigener Bettdecke / Ostdeutsche duschen vor dem Schlafengehen lieber als Westdeutsche / Saarländer haben’s nachts am ruhigsten und dunkelsten / Großstädter lesen vor dem Schlafen gerne ein Buch, Bayern schauen am liebsten in die Glotze

 

Mit Blick auf die subjektiv empfundene Schlafqualität zeigen sich bundesweit deutliche Unterschiede. Während 56,4 % der Bayern eigenem Bekunden nach gut schlafen, sind es in Thüringen nur 48,9 %. Das zeigt eine vom Hospitality-Unternehmen Premier Inn in Auftrag gegebene Umfrage zum Schlaf der Deutschen, für die das Meinungsforschungsinstitut Civey die Angaben von insgesamt 5.000 Bundesbürgern ab 18 Jahren ausgewertet hat. Noch zufriedener sind die Bayern laut der Studie mit ihrer Schlafqualität im Hotel (60,5 %), wobei die Saarländer (65,3 %) und Hamburger (64,6 %) diesen Wert sogar toppen.

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Unter der Woche schlafen die meisten Deutschen durchschnittlich sieben bis acht Stunden pro Nacht, wobei die Nordlichter aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern eine Ausnahme bilden: Hier bringen es 45,4 % bzw. 45,5 % der Bewohner nur auf fünf bis sechs Stunden Schlaf, 4,9 % der Hamburger schlafen sogar noch weniger. Im Saarland schlummert man dagegen gerne besonders lange: 8,6 % der Saarländer schlafen eigener Aussage nach neun bis zehn Stunden pro Nacht und damit mehr als doppelt so viele wie in Thüringen (4,2 %).

 

Berlin ist bekanntlich die Stadt, die niemals schläft. Bedürfte es dazu noch eines Belegs, dann fände sich auch dieser in der großen Schlafstudie von Premier Inn: Danach gehen nämlich 28 % der Hauptstädter erst nach Mitternacht zu Bett. Allerdings ist das nicht der Spitzenwert in Deutschland. Denn in Hamburg hauen sich sogar rund ein Drittel der Bewohner (32,2 %) erst nach 0 Uhr aufs Ohr. Im Unterschied dazu bettet man sich in Sachsen-Anhalt bundesweit am frühesten zur Nachtruhe – knapp ein Viertel (23,3 %) bereits vor 22 Uhr.

 

Die Bremer stecken am liebsten unter einer Decke

 

Auch mit Blick auf die Schlafgewohnheiten zeigen sich regional große Unterschiede. In Hamburg (49,9 %), Berlin (49,1 %) und Schleswig-Holstein (48,8 %) schlummern die Menschen am häufigsten allein. Dagegen ist der Anteil jener, die mit Partner*in gemeinsam im Bett schlafen, in Thüringen (53,6 %) und im Saarland (53 %) am höchsten. Ihre Decke wollen dabei aber nur die wenigsten teilen: In Sachsen-Anhalt sind dies nur 3,6 % jener, die gemeinsam schlafen, und in Sachsen nur 4 %. Dagegen kuscheln sich 13,3 % der Bremer am liebsten unter eine gemeinsame Decke, was auch in Rheinland-Pfalz (10,8 %) und im Saarland (10,4 %) deutlich beliebter ist als anderswo in Deutschland.

 

Die Schlafumgebung hat für viele Bundesbürger einen hohen Stellenwert, wie die von Premier Inn beauftragte Schlafstudie belegt. Während die Menschen im Saarland (92,7 %), Niedersachsen (92 %) und Schleswig-Holstein (91,7 %) eher in ruhiger Umgebung schlafen, berichten 8,7 % der Hamburger, 8,3 % der Bremer und 7,3 % der Berliner von geräuschvollen Nächten. 91,6 % der Saarländer legen zudem Wert darauf, dass es in ihren Schlafzimmern nachts dunkel ist, aber nur 84,5 % der Sachsen. Mit Blick auf die Nutzung der Schlummertaste zeigt sich ein deutliches Ost-West-Gefälle: Während Menschen in den neuen Bundesländern (mit Ausnahme von Berlin und Sachsen) eher seltener snoozen (Werte zwischen 21,8 % und 23,5 %), ist das in den alten Ländern (mit Ausnahme vom Saarland) deutlich beliebter (28,1 % bis 36,2 %).

 

Sport, Buch, Handy oder Glotze?

 

Lohnenswert ist auch ein Blick auf die abendlichen Rituale, die zum Teil ein deutliches Ost-West-Gefälle aufzeigen. Während in den neuen Bundesländern beispielsweise durchschnittlich jeder Zehnte vor dem Schlafen duscht, ist dies in den alten Ländern im Schnitt nur bei 6,5 % der Befragten (im Saarland sogar nur bei 2,9 %) gängige Praxis. Die Bewohner der nördlichen Bundesländer Schleswig-Holstein (2 %) und Mecklenburg-Vorpommern (2,1 %) treiben vor dem Schlafengehen zehnmal häufiger Sport als die Menschen in Sachsen-Anhalt und Bremen (je 0,2 %). Offenbar lesen Städter vor dem Zubettgehen lieber ein Buch als Menschen auf dem Land: In Bremen (38,8 %) und Hamburg (35,2 %) sind dies mehr als ein Drittel, in Sachsen-Anhalt (23,1 %) und Sachsen (24,9 %) weniger als ein Viertel. Handy und Smartphone als Einschlafhilfe sind in Sachsen (28,5 %) und Baden-Württemberg (27,6 %) am beliebtesten, wohingegen die Saarländer (18,1 %) und Bremer (19,4 %) diese vor dem Zubettgehen eher seltener zur Hand nehmen. Die Glotze als Schlafritual ist in Bayern (55,6 %) und Sachsen-Anhalt (54 %) am beliebtesten, hier bilden Hamburg (43 %) und Bremen (43,9 %) die Schlusslichter.

 

Schlafen im Hotel: Vor allem die Saarländer legen Wert auf gute Betten

 

Wenn Bundesbürger in einem Hotel nächtigen, steht der gute Schlaf für sie an erster Stelle. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Premier-Inn-Schlafstudie, die hier erneut regionale Unterschiede offenbart. Die Frage, welche Ausstattungsmerkmale eines Hotelzimmers ihnen am wichtigsten sind, beantworten 81,1 % der Saarländer mit der Bettenqualität. Knapp jeder dritte Bewohner (30,1 %) des weitflächigen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern bevorzugt ein großes Hotelzimmer, worauf Menschen im eng besiedelten Nordrhein-Westfalen (14,8 %) eher seltener Wert legen. Die Größe und Ausstattung des Hotelbades wiederum ist den Thüringern (43,3 %) am wichtigsten, wogegen die Berliner (26,5 %) in dieser Hinsicht gern ein Auge zudrücken. Interessant ist, dass fast die Hälfte der Schleswig-Holsteiner (48,6 %) schallisolierte Wände im Hotel präferieren, aber kaum jeder dritte Sachse (30,6 %). Gutes W-Lan ist – vielleicht wenig überraschend – vor allem für die Großstädter von zentraler Bedeutung: für 47,4 % der Hamburger und 44,6 % der Berliner. Am unwichtigsten ist das Hotel-WiFi den Hessen (28,1 %) und Niedersachsen (28,3 %).

 

Die Key Findings aus der großen Premier-Inn-Schlafstudie finden Sie hier.

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(Für eine bessere Lesbarkeit verwenden wir überwiegend das generische Maskulinum, wir sprechen explizit alle an.)

Über Civey:

 

Statistische Angaben bei Veröffentlichungen:

Civey hat für Premier Inn vom 08.11. bis 15.11.2023 online 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren bzw. 2.500 Personen, die mindestens einmal im Jahr im Hotel übernachten, befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,5 Prozentpunkten (Gesamtbevölkerung) und 3,1 (Hotel-Gäste) beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden sich hier.

 

Statistische Angaben bei Veröffentlichungen mit regionalen Ergebnissen: 

Civey hat für Premier Inn vom 08.11. bis 15.11.2023 online 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren bzw. 2.500 Personen, die mindestens einmal im Jahr im Hotel übernachten, befragt. Die Ergebnisse auf Bundesland-Ebene sind repräsentativ auf Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume. Der statistische Fehler auf Bundeslandebene liegt zwischen 3,8 und 9,2 Prozentpunkten. Weitere Informationen zur Methodik finden sich hier.

Bildnachweis: © Premier Inn